Ratgeber zu psychischer Gesundheit und Psychotherapie
Aktuelle Beiträge
ToggleIn diesem Ratgeber finden Sie verständliche Informationen zu häufigen psychischen Belastungen und Themen der psychischen Gesundheit. Die Beiträge greifen Fragen auf, die in der psychotherapeutischen Praxis besonders häufig gestellt werden, und erklären psychologische Zusammenhänge nachvollziehbar und praxisnah.
Viele Menschen erleben im Laufe ihres Lebens Phasen von Stress, innerer Anspannung oder Niedergeschlagenheit. Manchmal stehen konkrete Belastungen im Vordergrund, etwa beruflicher Druck, Konflikte in Beziehungen oder schwierige Lebenssituationen. In anderen Fällen entwickeln sich psychische Beschwerden schleichend über einen längeren Zeitraum, beispielsweise bei Depressionen, Angststörungen oder Zwangsstörungen. Die Artikel in diesem Ratgeber sollen Ihnen helfen, typische Symptome besser zu verstehen, mögliche Ursachen einzuordnen und einen Überblick über hilfreiche Behandlungsmöglichkeiten zu bekommen.
Neben Informationen zu verschiedenen psychischen Erkrankungen finden Sie hier auch Beiträge zu allgemeinen Themen der psychischen Gesundheit, etwa zum Umgang mit Stress, zu emotionalen Belastungen im Alltag oder zu Fragen rund um Psychotherapie. Ziel dieses Ratgebers ist es, Orientierung zu geben und dazu beizutragen, psychische Probleme frühzeitig zu erkennen und besser zu verstehen.
Bitte beachten Sie, dass die Inhalte dieses Ratgebers eine persönliche psychotherapeutische Beratung oder Behandlung nicht ersetzen können. Jeder Mensch erlebt Belastungen auf individuelle Weise, und manchmal ist es hilfreich, die eigene Situation gemeinsam mit einer fachkundigen Person zu besprechen. Wenn Sie Fragen zu einem der Themen haben oder sich unsicher sind, ob eine psychotherapeutische Unterstützung für Sie sinnvoll sein könnte, können Sie sich gerne an mich wenden.
Weitere Informationen zur Kontaktaufnahme sowie meine Kontaktdaten finden Sie hier.
Psychische Gesundheit in Europa: Neue Studie zeigt deutliche Generationenunterschiede
Die psychische Gesundheit der Bevölkerung steht weiterhin im Fokus wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Diskussionen. Eine aktuelle europäische Studie zeigt: Trotz insgesamt stabiler Werte bestehen deutliche Unterschiede zwischen Altersgruppen – insbesondere junge Erwachsene sind stärker betroffen.
Zentrale Ergebnisse der Studie (Infra4NextGen)
Die groß angelegte Studie des EU-Projekts „Infra4NextGen“ untersuchte zwischen September 2024 und Juni 2025 rund 16.000 Menschen in elf europäischen Ländern. Die Ergebnisse liefern ein differenziertes Bild der psychischen Gesundheit in Europa:
- Rund 7 % der Erwachsenen berichten von psychischen Problemen
- In Österreich bewerten etwa 75 % ihre mentale Gesundheit als gut oder sehr gut
- Damit liegt Österreich im europäischen Vergleich im Spitzenfeld
Gleichzeitig zeigen sich erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern, mit deutlich schlechteren Werten etwa in Ungarn, Portugal und Großbritannien.
Junge Erwachsene besonders belastet
Ein zentrales Ergebnis der Studie ist der ausgeprägte Altersunterschied:
- 11,6 % der unter 35-Jährigen berichten von psychischen Belastungen
- Bei den über 35-Jährigen sind es nur 5,4 %
Dieser Unterschied ist klinisch und gesellschaftlich hoch relevant. Er deutet auf eine spezifische Vulnerabilität jüngerer Generationen hin, die durch multiple Stressoren geprägt sind.
Mögliche Ursachen
Die Studienautor:innen nennen mehrere Einflussfaktoren:
- Auswirkungen der COVID-19-Pandemie
- Klimakrise und Zukunftsängste
- Wirtschaftliche Unsicherheit
- Politische Instabilität
- Veränderungen sozialer Lebenswelten
Diese Faktoren wirken kumulativ und betreffen insbesondere jüngere Menschen in sensiblen Entwicklungsphasen.
Mehr Bewusstsein oder mehr Erkrankungen?
Ein wichtiger differenzierender Aspekt der Studie: Der Anstieg gemeldeter psychischer Belastungen könnte nicht ausschließlich auf eine tatsächliche Zunahme von Erkrankungen zurückzuführen sein.
Vielmehr spielt auch ein gestiegenes Bewusstsein eine Rolle:
- Höhere Bereitschaft, über psychische Probleme zu sprechen
- Geringere Stigmatisierung
- Mehr Selbstbeobachtung und Diagnosebereitschaft
Das bedeutet: Die Daten spiegeln sowohl reale Belastungen als auch veränderte gesellschaftliche Wahrnehmungen wider.
Versorgungslücke bleibt bestehen
Ein besonders kritischer Befund betrifft die psychische Gesundheitsversorgung:
- 41 % nennen mangelnde Verfügbarkeit von Angeboten
- 37 % berichten von langen Wartezeiten
Zusätzlich zeigt der internationale Vergleich:
- Nur etwa 4 % der Gesundheitsausgaben fließen in psychische Gesundheit
Diese Diskrepanz zwischen Bedarf und Versorgung stellt eine zentrale Herausforderung für Gesundheitssysteme dar.
Digitale Informationssuche: Chance und Risiko
Ein wachsender Anteil der Bevölkerung nutzt das Internet zur Information über psychische Gesundheit:
- Rund 17 % recherchieren mehrmals monatlich online
Das bietet Chancen für niedrigschwellige Aufklärung, birgt jedoch auch Risiken:
- Verbreitung von Fehlinformationen
- Fehlende Qualitätssicherung
- Selbstdiagnosen ohne professionelle Einordnung
Einordnung: Positive Trends mit Vorsicht interpretieren
Zusätzliche Daten aus Österreich zeigen leichte Verbesserungen, etwa bei Jugendlichen:
- Rückgang depressiver Symptome von 15 % auf 12 % innerhalb eines Jahres
Diese Entwicklungen sind ermutigend, müssen jedoch vorsichtig interpretiert werden, da es sich teilweise um Befragungsdaten und nicht um repräsentative Erhebungen handelt.
Fazit: Zwischen Fortschritt und strukturellen Defiziten
Die aktuelle Studienlage zeigt ein ambivalentes Bild:
Positiv:
- Insgesamt stabile psychische Gesundheit in vielen Ländern
- Zunehmende Entstigmatisierung
- Verbesserungen bei einzelnen Gruppen
Kritisch:
- Deutlich höhere Belastung junger Menschen
- Anhaltende Versorgungslücken
- Einfluss globaler Krisen
Für die Praxis bedeutet das: Neben individueller Therapie und Prävention braucht es vor allem strukturelle Maßnahmen – insbesondere einen besseren Zugang zu psychotherapeutischen und psychosozialen Angeboten.
Selbstwahrnehmung der psychischen Gesundheit in Europa
Quelle: Eigene Darstellung auf Basis des European Social Survey (ESS Round 11, 2023/24), veröffentlicht im Rahmen von Infra4NextGen.
Ist Frühjahrsmüdigkeit ein Mythos?
Viele Menschen berichten im Frühling von Müdigkeit, Antriebslosigkeit oder Konzentrationsproblemen. Für dieses Phänomen hat sich der Begriff Frühjahrsmüdigkeit etabliert. Doch existiert sie tatsächlich – oder handelt es sich eher um eine verbreitete Vorstellung?
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen ein überraschendes Bild: Obwohl viele Menschen subjektiv von Frühjahrsmüdigkeit berichten, lässt sich dieses Phänomen in Studien häufig nicht eindeutig nachweisen.
Was die Forschung zur Frühjahrsmüdigkeit sagt
Ein Forschungsteam der Universität Basel und des Inselspitals Bern untersuchte in einer längsschnittlichen Studie, ob Menschen im Frühling tatsächlich messbar müder sind als zu anderen Jahreszeiten.
An der Untersuchung nahmen über 400 Erwachsene teil. Über ein ganzes Jahr hinweg beantworteten die Teilnehmenden regelmäßig Fragebögen zu Schlafqualität, Tagesmüdigkeit, Erschöpfung und möglichen Schlafproblemen. Dadurch konnten Veränderungen zwischen den Jahreszeiten systematisch verglichen werden.
Das Ergebnis fiel überraschend deutlich aus: Die Müdigkeit der Teilnehmenden blieb über das Jahr hinweg weitgehend konstant. Weder im Frühling noch in anderen Jahreszeiten zeigte sich ein klarer Anstieg von Tagesmüdigkeit oder Schlafproblemen.
Warum viele Menschen trotzdem von Frühjahrsmüdigkeit sprechen
Interessant ist, dass zu Beginn der Studie fast die Hälfte der Befragten angab, selbst unter Frühjahrsmüdigkeit zu leiden. Die späteren Messungen bestätigten diese Einschätzung jedoch nicht.
Forschende vermuten daher, dass Erwartungen eine wichtige Rolle spielen könnten. Wenn Menschen davon ausgehen, im Frühling besonders müde zu sein, achten sie stärker auf entsprechende körperliche Signale. Psychologisch lässt sich das als Erwartungseffekt erklären.
Hinzu kommt, dass viele Menschen im Frühling wieder aktiver werden möchten. Nach den oft ruhigeren Wintermonaten steigen die Erwartungen an Energie, Bewegung und Aktivität. Wenn das persönliche Energielevel diesen Erwartungen nicht sofort entspricht, wird dies leicht als „Frühjahrsmüdigkeit“ interpretiert.
Die Rolle von Licht und Schlafrhythmus
Häufig wird angenommen, hormonelle Veränderungen – etwa durch das Schlafhormon Melatonin – könnten Frühjahrsmüdigkeit auslösen. Schlafmedizinerinnen und Schlafmediziner halten diese Erklärung jedoch für wenig überzeugend.
Melatonin wird im täglichen Rhythmus von Tag und Nacht reguliert und passt sich relativ schnell an veränderte Lichtverhältnisse an. Tatsächlich zeigen viele Untersuchungen sogar, dass zunehmendes Tageslicht im Frühling eher zu mehr Wachheit und Aktivität beitragen kann.
Wenn Müdigkeit länger anhält
Auch wenn die klassische Frühjahrsmüdigkeit wissenschaftlich kaum belegt ist, bedeutet das nicht, dass anhaltende Müdigkeit ignoriert werden sollte. Erschöpfung kann unterschiedliche Ursachen haben, zum Beispiel:
- Schlafmangel oder unregelmäßige Schlafzeiten
- Stress oder psychische Belastungen
- depressive Verstimmungen
- körperliche Erkrankungen oder hormonelle Veränderungen
Wenn Müdigkeit über längere Zeit anhält oder mit weiteren Beschwerden einhergeht, kann es sinnvoll sein, genauer hinzusehen und mögliche Ursachen zu klären.
Fazit
Die Vorstellung einer typischen Frühjahrsmüdigkeit ist weit verbreitet. Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen legen jedoch nahe, dass es sich dabei eher um ein kulturelles Konzept als um ein klar nachweisbares biologisches Phänomen handelt.
Müdigkeit im Frühling kann selbstverständlich vorkommen – sie scheint jedoch nicht stärker ausgeprägt zu sein als zu anderen Zeiten im Jahr. Wichtiger als die Jahreszeit sind häufig Faktoren wie Schlaf, Stress, Bewegung und das persönliche Wohlbefinden.
Quellen
Wirz-Justice, A., et al. (2016). Seasonal variation in sleep and fatigue in the general population. University of Basel & Inselspital Bern.
ORF Science (2024): Studie stellt Frühjahrsmüdigkeit infrage. science.ORF.at.
Roenneberg, T. (2012). Internal Time: Chronotypes, Social Jet Lag, and Why You’re So Tired. Harvard University Press.
National Sleep Foundation: Seasonal influences on sleep and circadian rhythm.
Angststörungen verstehen
Angst ist ein grundlegendes menschliches Gefühl und erfüllt eine wichtige Schutzfunktion. Problematisch wird Angst jedoch dann, wenn sie sehr stark, dauerhaft oder ohne konkrete Bedrohung auftritt und den Alltag erheblich beeinträchtigt. In solchen Fällen kann eine Angststörung vorliegen.
Angststörungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Studien zeigen, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung im Laufe des Lebens unter einer Angsterkrankung leidet. Auch im deutschsprachigen Raum berichten zahlreiche Menschen über ausgeprägte Angstsymptome.
Was sind Angststörungen?
Bei einer Angststörung tritt Angst häufiger, intensiver oder länger anhaltend auf als es die jeweilige Situation rechtfertigt. Betroffene erleben starke Sorgen, innere Anspannung oder körperliche Angstreaktionen, die sich nur schwer kontrollieren lassen.
Häufige Formen von Angststörungen
- Generalisierte Angststörung
- Panikstörung
- Soziale Angststörung
- Spezifische Phobien
Diese Störungen können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und den Alltag erheblich beeinträchtigen.
Ursachen von Angststörungen
Angststörungen entstehen meist durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren.
Biologische Faktoren
Aktuelle genetische Studien zeigen, dass viele unterschiedliche genetische Varianten an der Entstehung von Angststörungen beteiligt sein können. Auch Veränderungen in Gehirnnetzwerken, die für Stressverarbeitung verantwortlich sind, spielen eine Rolle.
Psychologische Faktoren
Persönlichkeit, Lernerfahrungen und belastende Erfahrungen können beeinflussen, wie stark ein Mensch auf Stress reagiert und wie sich Angst entwickelt.
Belastende Lebenssituationen
Krisen, chronischer Stress, Konflikte oder gesundheitliche Probleme können Angstreaktionen verstärken oder eine bestehende Anfälligkeit aktivieren.
Typische Symptome einer Angststörung
Angststörungen äußern sich häufig sowohl psychisch als auch körperlich.
- anhaltende Sorgen und Grübeln
- starke innere Anspannung
- Herzklopfen oder schneller Puls
- Atemnot oder Engegefühl
- Schwindel oder Zittern
- Vermeidung bestimmter Situationen
Behandlungsmöglichkeiten bei Angststörungen
Psychotherapie
Psychotherapie gilt als eine der wichtigsten Behandlungsmöglichkeiten bei Angststörungen. In der Therapie können Betroffene lernen, ihre Angst besser zu verstehen, neue Strategien im Umgang mit belastenden Situationen zu entwickeln und persönliche Ressourcen zu stärken.
Mehr über meine Arbeitsweise erfahren Sie auf der Seite Psychotherapie.
Medikamentöse Behandlung
In manchen Fällen können auch Medikamente eingesetzt werden. Die Entscheidung darüber erfolgt meist in Zusammenarbeit mit Ärztinnen oder Ärzten.
Weitere unterstützende Maßnahmen
- Stressreduktion
- Entspannungsverfahren
- Bewegung und körperliche Aktivität
- soziale Unterstützung
Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist
Professionelle Unterstützung kann besonders dann hilfreich sein, wenn Angst über längere Zeit anhält, den Alltag stark beeinträchtigt oder zunehmend Situationen vermieden werden.
Informationen zum Ablauf einer Therapie finden Sie auch auf der Seite Ablauf und Kosten.
Fazit
Angststörungen sind weit verbreitet, aber in vielen Fällen gut behandelbar. Ein besseres Verständnis der eigenen Angst und eine passende therapeutische Unterstützung können helfen, wieder mehr Sicherheit und Lebensqualität zu gewinnen.
Depression verstehen
Depression zählt zu den häufigsten psychischen Erkrankungen weltweit – und auch in Österreich sind viele Menschen betroffen. Eine Depression ist weit mehr als vorübergehende Niedergeschlagenheit. Sie kann das Denken, Fühlen und Handeln stark beeinflussen und den Alltag erheblich erschweren. Viele Betroffene fühlen sich antriebslos, erschöpft oder innerlich leer.
Die gute Nachricht: Depression ist behandelbar. Psychotherapie gilt als eine der wirksamsten Methoden, um depressive Symptome zu lindern und langfristig wieder mehr Lebensqualität zu gewinnen.
Was ist eine Depression?
Eine Depression ist eine psychische Erkrankung, die sich über Wochen oder Monate entwickeln kann. Sie betrifft sowohl die Stimmung als auch körperliche und kognitive Prozesse. Häufig fühlen sich Betroffene dauerhaft niedergeschlagen oder verlieren das Interesse an Dingen, die früher Freude bereitet haben.
Typische Symptome einer Depression können sein:
- anhaltende Niedergeschlagenheit oder innere Leere
- Interessenverlust und verminderte Freude
- Erschöpfung und fehlender Antrieb
- Schlafstörungen
- Konzentrationsprobleme
- Selbstzweifel oder Schuldgefühle
- sozialer Rückzug
Die Symptome können unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Manche Menschen erleben eher körperliche Beschwerden wie Müdigkeit oder Schlafprobleme, während andere vor allem unter negativen Gedanken oder Hoffnungslosigkeit leiden.
Wie häufig sind Depressionen?
Depressive Erkrankungen gehören zu den häufigsten psychischen Störungen. Studien zeigen, dass in Österreich etwa 9 bis 15 % der erwachsenen Bevölkerung innerhalb eines bestimmten Zeitraums an einer Depression leiden können. Besonders ältere Menschen sind etwas häufiger betroffen. [1]
Auch gesellschaftliche Krisen und Belastungen können die psychische Gesundheit beeinflussen. Untersuchungen zeigen beispielsweise, dass während der COVID-19-Pandemie in Österreich etwa 21 % der Bevölkerung klinisch relevante depressive Symptome berichteten. [2]
Insgesamt zeigt sich: Depression ist eine weit verbreitete Erkrankung – und professionelle Hilfe kann entscheidend sein.
Wie entsteht eine Depression?
Depressionen haben meist keine einzelne Ursache. Vielmehr entsteht eine depressive Episode durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren:
- belastende Lebensereignisse (z. B. Verlust, Trennung, beruflicher Stress)
- langanhaltende Überforderung oder chronischer Stress
- biologische Faktoren und genetische Veranlagung
- belastende Beziehungserfahrungen
- negative Denkmuster und Selbstwertprobleme
Diese Faktoren können sich gegenseitig verstärken. Deshalb ist es oft hilfreich, gemeinsam mit einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten die persönlichen Hintergründe der Depression zu verstehen.
Wie Psychotherapie bei Depression helfen kann
Psychotherapie bietet einen geschützten Raum, um belastende Gedanken, Gefühle und Erfahrungen zu besprechen. Ziel ist es, die Ursachen der Depression besser zu verstehen und neue Wege im Umgang mit schwierigen Situationen zu entwickeln.
In Österreich sind derzeit 23 psychotherapeutische Methoden gesetzlich anerkannt, die unterschiedlichen wissenschaftlichen Schulen zugeordnet werden. [3]
Unabhängig von der Methode zeigt Forschung übereinstimmend, dass Psychotherapie bei Depression wirksam sein kann.
Aktuelle Studien zur Wirksamkeit von Psychotherapie
Eine aktuelle österreichische Untersuchung aus dem Jahr 2026 zeigt, dass ambulante Psychotherapie unter realen Praxisbedingungen deutlich positive Effekte haben kann. Während der Behandlung nahmen depressive und ängstliche Symptome deutlich ab. Gleichzeitig verbesserten sich Lebenszufriedenheit, Alltagsfunktion und psychische Stabilität der Patientinnen und Patienten. [4]
Die Studie umfasste alle in Österreich anerkannten Psychotherapiemethoden und bestätigt damit die Wirksamkeit psychotherapeutischer Behandlung im Versorgungssystem.
Gleichzeitig weisen Untersuchungen darauf hin, dass viele Menschen trotz Bedarf noch keinen Zugang zu Psychotherapie erhalten. Schätzungen zufolge besteht in Österreich eine deutliche Versorgungslücke, da ein Teil der benötigten Behandlungen nicht vollständig durch das Gesundheitssystem finanziert wird. [5]
Was in einer Psychotherapie bei Depression passiert
Psychotherapie kann auf verschiedenen Ebenen helfen. Je nach Methode und persönlicher Situation können folgende Aspekte eine Rolle spielen:
- Verstehen von belastenden Lebensmustern
- Bearbeiten schwieriger Gefühle
- Verändern negativer Denkmuster
- Stärkung des Selbstwertgefühls
- Verbesserung von Beziehungen
- Entwicklung neuer Bewältigungsstrategien
Viele Menschen erleben bereits nach einigen Sitzungen erste Veränderungen. Eine nachhaltige Verbesserung braucht jedoch meist Zeit, da psychische Prozesse oft über Jahre entstanden sind.
Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist
Wenn depressive Stimmung über längere Zeit anhält oder der Alltag zunehmend schwerfällt, kann es sinnvoll sein, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Psychotherapie kann dabei helfen, wieder mehr Stabilität, Orientierung und Lebensfreude zu entwickeln.
Wichtig zu wissen: Depression ist kein persönliches Versagen, sondern eine behandelbare Erkrankung. Hilfe zu suchen ist daher kein Zeichen von Schwäche, sondern ein wichtiger Schritt zur Veränderung.
Quellen
[1] Łaszewska, A. et al.: Prevalence of mental diseases in Austria.
[2] Jesser, A. et al. (2024): Mental health problems in the Austrian population during COVID-19.
[3] Bundesministerium für Gesundheit: Gesetzlich anerkannte psychotherapeutische Methoden in Österreich.
[4] Studie zur Wirksamkeit ambulanter Psychotherapie in Österreich (2026).
[5] Dinhof, K. (2025): Versorgungslage der Psychotherapie in Österreich.
Psychotherapie, Psychiatrie oder Psychologie – wo liegt der Unterschied?
Wenn Menschen Unterstützung für ihre psychische Gesundheit suchen, begegnen sie häufig verschiedenen Berufsbezeichnungen: Psychotherapeut:innen, Psychiater:innen oder Psycholog:innen. Viele fragen sich daher, an wen sie sich in ihrer Situation am besten wenden sollen.
Tatsächlich unterscheiden sich Ausbildung, Aufgaben und Behandlungsmöglichkeiten dieser Professionen deutlich. Gleichzeitig arbeiten diese Berufsgruppen oft zusammen, wenn es um die Diagnostik und Behandlung psychischer Belastungen oder psychischer Erkrankungen geht.
Psychotherapeut:innen
Psychotherapeut:innen führen therapeutische Gespräche und arbeiten mit wissenschaftlich fundierten psychotherapeutischen Methoden. Ziel der Psychotherapie ist es, Menschen bei seelischen Belastungen zu unterstützen, Lebenskrisen zu bewältigen und langfristig die psychische Gesundheit zu stärken.
Psychotherapie kann unter anderem hilfreich sein bei:
- Depression
- Angststörungen
- Burnout oder emotionaler Erschöpfung
- belastenden Lebenskrisen
- Beziehungsproblemen
- Fragen der persönlichen Entwicklung
Im Zentrum der psychotherapeutischen Arbeit steht das Gespräch. Gemeinsam mit der Therapeutin oder dem Therapeuten können belastende Gedanken, Gefühle und Erfahrungen besser verstanden und neue Wege im Umgang mit schwierigen Situationen entwickelt werden.
Psychiater:innen
Psychiater:innen sind Fachärzt:innen für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin. Sie haben ein Medizinstudium absolviert und sich anschließend auf die Behandlung psychischer Erkrankungen spezialisiert.
Ein wichtiger Schwerpunkt der Psychiatrie liegt auf der medizinischen Diagnostik sowie auf der Behandlung mit Medikamenten, wenn diese notwendig sind. Dazu gehören zum Beispiel Antidepressiva, angstlösende Medikamente oder andere psychiatrische Medikamente.
Viele Psychiater:innen verfügen zusätzlich über eine psychotherapeutische Ausbildung und verbinden medizinische Behandlung mit psychotherapeutischen Gesprächen.
Psycholog:innen
Psycholog:innen beschäftigen sich wissenschaftlich mit dem Denken, Fühlen und Verhalten von Menschen. Grundlage ihrer Tätigkeit ist ein Studium der Psychologie.
Je nach Spezialisierung arbeiten Psycholog:innen in unterschiedlichen Bereichen, zum Beispiel in der klinischen Psychologie oder Gesundheitspsychologie.
Typische Aufgaben können sein:
- psychologische Diagnostik
- psychologische Testverfahren
- Beratung und Behandlung psychischer Belastungen
- Begleitung bei Gesundheitsfragen
Ein Teil der Psycholog:innen absolviert zusätzlich eine Ausbildung in Psychotherapie und arbeitet danach auch als Psychotherapeut:in.
Wer darf psychische Erkrankungen diagnostizieren?
In Österreich sind drei Berufsgruppen fachlich berechtigt, psychische Störungen zu diagnostizieren und zu behandeln:
- Psychotherapeut:innen
- Psychiater:innen (Fachärzt:innen für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin)
- Klinische Psycholog:innen
Diese Berufsgruppen verfügen über gesetzlich geregelte Ausbildungen im Gesundheitsbereich.
Coaching und Supervision
Coaching und Supervision sind Beratungsformen, die häufig im beruflichen Kontext eingesetzt werden. Sie unterstützen Menschen dabei, eigene Lösungen in Veränderungs- und Entwicklungsprozessen zu finden.
Typische Themen können sein:
- berufliche Entwicklung
- Führungsfragen
- Teamkonflikte
- Entscheidungsprozesse im Arbeitsleben
Coaching und Supervision sind jedoch in der Regel nicht auf die Behandlung psychischer Erkrankungen ausgerichtet.
Psychosoziale Beratung
Als psychosoziale Beratung wird eine professionelle Form der Unterstützung bezeichnet, die Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen begleitet. Ziel ist es, alltagsrelevante Kompetenzen zu stärken und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Lebens- und Sozialberater:innen unterstützen Personen beispielsweise bei Entscheidungs- oder Problemsituationen im Alltag – vorausgesetzt, es liegt keine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung vor.
Die passende Unterstützung finden
Welche Form der Unterstützung sinnvoll ist, hängt immer von der individuellen Situation ab. Bei psychischen Erkrankungen oder anhaltenden seelischen Belastungen kann eine Psychotherapie eine wichtige Hilfe sein.
Wenn Sie unsicher sind, welche Unterstützung für Sie passend ist, kann ein erstes Gespräch helfen, die Situation gemeinsam zu klären.
Zwangsstörungen verstehen
Zwangsstörungen gehören zu den häufigeren psychischen Erkrankungen. Betroffene erleben wiederkehrende Gedanken, Impulse oder Handlungen, die sich kaum kontrollieren lassen. Diese sogenannten Zwänge können sehr belastend sein und den Alltag stark einschränken.
Viele Menschen kennen einzelne zwanghafte Gedanken – etwa die Sorge, eine Tür nicht richtig abgeschlossen zu haben. Bei einer Zwangsstörung treten solche Gedanken jedoch sehr häufig auf, lösen starke Anspannung aus und führen oft zu ritualisierten Handlungen, die immer wieder ausgeführt werden müssen.
Die gute Nachricht: Zwangsstörungen sind behandelbar. Eine Psychotherapie kann dabei helfen, Zwänge besser zu verstehen und schrittweise wieder mehr Kontrolle über das eigene Verhalten zu gewinnen.
Was sind Zwangsgedanken?
Zwangsgedanken sind aufdringliche Gedanken, Vorstellungen oder Impulse, die immer wieder auftreten und schwer zu unterdrücken sind. Häufig wissen Betroffene selbst, dass diese Gedanken übertrieben oder irrational wirken – trotzdem lassen sie sich kaum abschalten.
Typische Beispiele für Zwangsgedanken sind:
- die Angst, sich oder andere zu gefährden
- aufdringliche Gedanken über Krankheit oder Verunreinigung
- ständige Zweifel, ob etwas richtig gemacht wurde
- unangenehme oder belastende Gedanken, die nicht zum eigenen Selbstbild passen
Diese Gedanken lösen häufig starke innere Anspannung oder Angst aus.
Was sind Zwangshandlungen?
Zwangshandlungen sind wiederkehrende Handlungen oder Rituale, die durchgeführt werden, um die Anspannung zu reduzieren oder eine befürchtete Gefahr zu verhindern.
Typische Zwangshandlungen können sein:
- mehrmaliges Kontrollieren von Türen, Herd oder Elektrogeräten
- häufiges Händewaschen oder Reinigen
- bestimmte Dinge in einer festen Ordnung anordnen
- wiederholtes Nachfragen oder Absichern
Die Erleichterung durch diese Handlungen hält meist nur kurz an. Danach beginnt der Kreislauf aus Gedanken, Anspannung und Handlung erneut.
Wie häufig sind Zwangsstörungen?
Studien zeigen, dass etwa zwei bis drei Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens eine Zwangsstörung entwickeln können. Die Erkrankung beginnt häufig bereits im Jugend- oder frühen Erwachsenenalter.
Viele Betroffene warten jedoch lange, bevor sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Oft spielen Schamgefühle oder die Sorge eine Rolle, missverstanden zu werden.
Wie entstehen Zwangsstörungen?
Die Entstehung von Zwangsstörungen ist meist ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Dazu können gehören:
- genetische oder biologische Einflüsse
- belastende Lebensereignisse
- erhöhte Angst- oder Stressbelastung
- bestimmte Denk- und Bewertungsmuster
Zwänge entstehen häufig aus dem Versuch heraus, Unsicherheit oder Angst zu kontrollieren. Kurzfristig können Zwangshandlungen tatsächlich Erleichterung bringen – langfristig verstärken sie jedoch den Kreislauf der Symptome.
Wie Psychotherapie bei Zwangsstörungen helfen kann
Psychotherapie gilt als eine der wirksamsten Behandlungsmöglichkeiten bei Zwangsstörungen. In der Therapie können Betroffene lernen, ihre Zwangsgedanken besser zu verstehen und neue Wege im Umgang mit Angst und Anspannung zu entwickeln.
Typische Ziele einer psychotherapeutischen Behandlung können sein:
- das Verständnis für die eigenen Zwänge zu vertiefen
- den Kreislauf aus Gedanken und Handlungen zu durchbrechen
- Angst und Unsicherheit besser auszuhalten
- neue Strategien im Umgang mit belastenden Situationen zu entwickeln
Viele Menschen erleben im Verlauf der Therapie eine deutliche Entlastung und gewinnen Schritt für Schritt mehr Freiheit im Alltag zurück.
Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist
Wenn Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen viel Zeit im Alltag einnehmen oder stark belasten, kann es sinnvoll sein, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Psychotherapie kann helfen, den Teufelskreis der Zwänge zu durchbrechen und wieder mehr Lebensqualität zu gewinnen. Besonders wichtig ist dabei ein verständnisvoller und respektvoller Umgang mit den eigenen Erfahrungen.
Wenn Sie den Eindruck haben, dass Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen Ihren Alltag stark belasten, kann ein persönliches Gespräch hilfreich sein. Kontaktieren Sie mich gerne, um ein erstes Gespräch zu vereinbaren.
FOMO – Die Angst, etwas zu verpassen
Viele Menschen greifen mehrmals täglich zum Smartphone, um Nachrichten zu lesen, durch soziale Medien zu scrollen oder neue Beiträge zu verfolgen. Dahinter steckt häufig ein Gefühl, das in der Psychologie als FOMO bezeichnet wird – die Fear of Missing Out, also die Angst, etwas zu verpassen.
Vor allem soziale Netzwerke können dieses Gefühl verstärken. Ständig erscheinen neue Informationen, Bilder oder Aktivitäten anderer Menschen. Wer das Gefühl hat, nicht mithalten zu können oder wichtige Ereignisse zu verpassen, erlebt häufig innere Unruhe oder den Drang, immer wieder online nachzusehen.
Was bedeutet FOMO?
Der Begriff FOMO beschreibt die Sorge, dass andere Menschen gerade interessante Erfahrungen machen, während man selbst nicht daran teilhat. Diese Angst kann dazu führen, dass soziale Medien besonders häufig überprüft werden.
Typische Gedanken können zum Beispiel sein:
- „Vielleicht passiert gerade etwas Wichtiges und ich bekomme es nicht mit.“
- „Andere erleben mehr als ich.“
- „Ich sollte online bleiben, um nichts zu verpassen.“
Dieses Gefühl ist grundsätzlich menschlich. Problematisch wird es jedoch, wenn der ständige Vergleich mit anderen Menschen zu Stress, Unzufriedenheit oder innerer Anspannung führt.
Warum soziale Medien FOMO verstärken können
Soziale Netzwerke zeigen meist nur ausgewählte Ausschnitte aus dem Leben anderer Menschen. Häufig werden vor allem positive Ereignisse, besondere Erlebnisse oder Erfolge geteilt. Dadurch kann leicht der Eindruck entstehen, dass andere Menschen ein spannenderes oder glücklicheres Leben führen.
Psychologische Studien zeigen, dass intensive Nutzung sozialer Medien mit stärkerem sozialen Vergleich verbunden sein kann. Bei manchen Menschen können dadurch Gefühle von Unzufriedenheit, Stress oder auch Ängsten entstehen.
Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden
Wenn die Angst, etwas zu verpassen, sehr ausgeprägt ist, kann sie verschiedene Auswirkungen haben:
- ständiges Überprüfen des Smartphones
- Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren
- innere Unruhe oder Stress
- verstärkter sozialer Vergleich
- Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben
Langfristig kann dieser Druck auch das Selbstwertgefühl beeinflussen. Manche Menschen erleben verstärkte Grübelgedanken oder eine niedergedrückte Stimmung, die in manchen Fällen auch mit depressiven Verstimmungen zusammenhängen kann.
JOMO – Die Freude, etwas zu verpassen
Als Gegenbegriff zu FOMO hat sich in den letzten Jahren der Ausdruck JOMO etabliert – die Joy of Missing Out. Während FOMO mit der Angst verbunden ist, etwas zu verpassen, beschreibt JOMO die bewusste Entscheidung, nicht überall dabei sein zu müssen.
Menschen, die JOMO erleben, empfinden es oft als entlastend, nicht ständig online präsent zu sein. Stattdessen richten sie ihre Aufmerksamkeit stärker auf das eigene Leben, persönliche Beziehungen und Aktivitäten im Alltag.
Diese Haltung kann helfen, Stress durch sozialen Vergleich zu reduzieren und wieder mehr Gelassenheit im Umgang mit digitalen Medien zu entwickeln.
Wie ein gesünderer Umgang mit sozialen Medien gelingen kann
Ein erster Schritt kann sein, die eigene Mediennutzung bewusst wahrzunehmen. Viele Menschen stellen fest, dass sie soziale Netzwerke automatisch öffnen, ohne sich aktiv dafür zu entscheiden.
Hilfreiche Strategien können zum Beispiel sein:
- bewusste Zeiten ohne Smartphone oder soziale Medien
- Push-Benachrichtigungen reduzieren
- Offline-Aktivitäten stärken
- mehr Aufmerksamkeit auf persönliche Beziehungen richten
Wenn digitale Gewohnheiten mit starkem Stress oder innerer Unruhe verbunden sind, kann es hilfreich sein, die eigenen Erwartungen und Vergleichsprozesse genauer zu reflektieren. In einer Psychotherapie können solche Themen besprochen werden.
Dabei können auch Zusammenhänge mit anderen psychischen Belastungen – etwa Ängsten, depressiven Verstimmungen oder auch zwanghaften Gedanken – betrachtet werden.
Fazit
FOMO ist ein verbreitetes Phänomen in einer digital vernetzten Welt. Die Angst, etwas zu verpassen, entsteht häufig durch den ständigen Vergleich mit anderen Menschen in sozialen Medien.
Ein bewusster Umgang mit digitalen Medien und eine stärkere Orientierung an den eigenen Bedürfnissen können helfen, diesen Druck zu reduzieren. JOMO – die Freude, nicht überall dabei sein zu müssen – kann dabei eine hilfreiche Gegenhaltung sein.
Quellen
Przybylski, A. K., Murayama, K., DeHaan, C. R., & Gladwell, V. (2013). Motivational, emotional, and behavioral correlates of fear of missing out. Computers in Human Behavior, 29(4), 1841–1848.
Elhai, J. D., Levine, J. C., Dvorak, R. D., & Hall, B. J. (2017). Fear of missing out, anxiety and depression are related to problematic smartphone use. Computers in Human Behavior.
Twenge, J. M. (2019). Associations between digital media use and psychological well-being. Current Directions in Psychological Science.
